Im Anschluss an die im 3. Mysteriendrama « Der Hüter der Schwelle » dargestellten Ereignisse wagt die Gemeinschaft von Geistesschülern im 4. Mysteriendrama, ein Unternehmen nach geisteswissenschafftlichen Grundsätzen zu führen. – Es zeigt sich jedoch schon bei den ersten Schritten der Realisierung für viele, dass der noch unverwandelte Teil ihrer Seele zu unerwartet auftretenden Hindernissen für diese neue Art der Zusammenarbeit führt.
Seelische Einseitigkeiten, am Alltag verhaftete Verhaltensmuster und unverarbeitete Erfahrungen aus früheren Leben fordern angeschaut und verwandelt zu werden. – Die Widersachermächte nutzen diese Schwachstellen gezielt für ihre eigenen Absichten und versuchen, die sich bildende Gemeinschaft zu zersplittern, worauf das Vorhaben zu scheitern droht – vorerst!
Doch kann jeder Beteiligte an den Widerständen Impulse für seine Höherentwicklung gewinnen. Die mutige Erkenntnisarbeit kann karmische Stauungen lösen, die Konfrontation mit den eigenen Schwächen vermag neue Fähigkeiten zu bilden.
Das Projekt kann noch nicht realisiert werden – äußerlich betrachtet. Aus der Perspektive der Geistesschülerschaft jedoch wird das Ringen jedes Einzelnen – in den Worten des Hilarius – « im Leben geistig weiter wirken, selbst wenn es sich im Sinnessein nicht hält. Es wird ein Teil der Kraft in ihm geschaffen, die endlich zur Vermählung führen muss von Geisteszielen und von Sinnes taten ».