Kindertagesstätte

PARZIVAL integrative Ganztages-Kindertagesstätte

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Im September 2013 haben wir ein geräumiges,helles, lichtdurchflutetes Kinderhaus mit Garten und Tierbereich in Karlsruhe Hagsfeld bezogen.
Das Kinderhaus beherbergt drei integrative Kinderkrippengruppen mit je 10 (maximal 12) Kindern unter drei Jahren und drei integrative Kindergartengruppen für je 18 bis 20 ( maximal 22) Kinder im Alter von Drei Jahren zum Schuleintritt.

In jeder Gruppe gibt es Plätze für Kinder mit so genanntem Integrationsbedarf.
Gemeint sind damit Kinder, die z.B. wegen umweltbedingter, organischer oder sinnesbezogener Ursachen mit den an sie gestellten Anforderungen nicht zurechtkommen und dadurch in unterschiedlichem Umfang in den Bereichen der Sensorik, Motorik, Kommunikation, Kognition, Emotionalität sowie in den Bereichen des Sozialverhaltens und des Lern- und Arbeitsverhaltens Auffälligkeiten, Störungen bzw. Behinderungen zeigen.

Kinder mit diesen Besonderheiten benötigen eine individuelle, eine auf ihre persönlichen Bedürfnisse ausgerichtete besondere Förderung und Erziehung (Kleingruppenarbeit). Es ist unser Bestreben, allen Kindern auf der Grundlage der Waldorfpädagogik ein lebensnahes, helfendes Angebot anzubieten.

In Ehrfurcht aufnehmen
In Liebe erziehen
In Freiheit entlassen

Öffnungszeiten sind von 7:30 bis 17:00 Uhr bzw. orientieren sich am Bedarf der Kinder.

Bitte melden Sie Ihr Kind über smartKita Karlsruhe bei uns an.

Vereinbaren Sie gleichzeitig einen Info-Termin in unserer Parzival-Kindertagesstätte oder besuchen Sie unsere Info-Nachmittage (Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben)
Tel. 0721- 6807866-0 (50)
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Entscheidende Kinderjahre begleiten

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Die Bedeutung der frühen Kindheitsjahre für die weitere biografische Entwicklung des Menschen sind in Forschung und Praxis hinlänglich bekannt. Sie sind mitentscheidend über körperliche und seelische Gesundheit und Krankheit, über die Entfaltung kognitiver, emotionaler und sozialer Fähigkeiten, über Selbstbild und Selbstwert und über die Haltung zu Mitmensch und Umwelt. Nicht erst seit der Entdeckung der Spiegelneuronen durch die moderne Gehirnforschung wissen wir, wie entscheidend die Vorbildfunktion der kindlichen Bezugspersonen und die kindliche Lebenswelt das Kind prägen und mitbestimmen, in wie fern das Kind sein eigenes, mitgebrachtes Potential entwickeln und zur Entfaltung bringen kann. Kinderjahre können lebensprägend sein.

Die entscheidenden Kinderjahre pädagogisch zu begleiten und den Kindern ein entwicklungsförderndes Lebensumfeld zu bieten, war das Leitziel der Initiative zur Eröffnung des integrativen Ganztageskindergartens auf Grundlage der Waldorfpädagogik im Parzival-Bildungszentrum 2009.

Leitbild: Die Würde des Kindes

Alles, was da geschieht, wird nachgeahmt und in Aktivität umgesetzt. Dieser Prozess findet vor allem im freien Spiel statt. Er ist lebensentscheidend, weil er für das Kind das Fundament für alle späteren Lernprozesse bildet. Deshalb nimmt das begleitete Freispiel im Waldorfkindergarten einen so bedeutsamen Raum ein.

Das Spiel des Kindes sollte schöpferisch und frei sein. Die Spielmaterialien sollen ihm viel Raum für die eigene Fantasie lassen. Im Spiel wollen auch die Sinne des Kindes angeregt werden. Es will mit Händen und Füßen die Welt ergreifen und begreifen. Deshalb ist das Spiel mit Naturmaterialien von besonderer Bedeutung.

Kinder lernen am Leben. Die Sinneserfahrung spielt dabei eine bedeutende Rolle. Die Erfahrungen, die ein Kind macht, werden durch seine Sinne vermittelt. Je mehr Sinneserfahrungen ein Kind macht, desto gesünder kann sich das Kind entwickeln. Etwas „begreifen“ geht mit dem Greifen und Tasten einher. Das körperliche Gleichgewicht halten, bedeutet auch das seelische Gleichgewicht bewahren zu lernen.

In der Raum-und Außengestaltung sollen die Kinder Klarheit, Ordnung und Geborgenheit erleben. Denn nur aus der Geborgenheit heraus kann das Kind kreativ tätig werden.

Inklusion: Die Förderung von Kindern mit einem besonderen Förderbedarf

Inklusion und Integration sind grundlegende Ziele der Kindertagesstätte. Es sollen Kinder mit und ohne Behinderung ganz selbstverständlich zusammen sein. Die Kinder mit Behinderungen werden bei allen Aktivitäten im Alltag begleitet, und so ihre Selbständigkeit auch in den lebenspraktischen Bereichen gefördert.

Ein grundlegender Gedanke der zu leistenden integrativen Arbeit ist, dass bei einem Menschen mit Behinderung die eigentliche Persönlichkeit, der Wesenskern, immer unversehrt ist. Das Geistige des Menschen erkrankt nicht, wird aber durch Störungen verschiedenster Art im Leiblichen behindert, frei zur Entfaltung zu kommen. Auf der Grundlage dieses Menschenverständnisses kann man also von einer geistigen Behinderung nur dann sprechen, wenn man das körperliche Instrument meint, das für das Denken verantwortlich ist.

In der Waldorfpädagogik sieht man hinter der Behinderung eine vollständige Persönlichkeit, die sich aufgrund einer körperlichen Störung unvollständig äußern muss, wie dies z.B. durch Entwicklungsverzögerungen oder Vereinseitigungen in Motorik, Sprache, Kognition, Emotion u.s.w. auftreten kann.

Der integrative Ganztageskindergarten und die integrative Ganztages Kinderkrippe arbeitet auf der Grundlage der Waldorfpädagogik: Das Kind wird dabei als physisches, seelisches und geistiges Wesen anerkannt und unterstützt, seine unverwechselbare Persönlichkeit nach seinen individuellen Möglichkeiten zu entwickeln und auszubilden. Es wird bewusst eine beschützte Umgebung gestaltet, damit sich Kinder frei nach ihren eigenen Entwicklungsgesetzen entfalten können. Dabei ist es wichtig, einen fördernden Lebensraum zu schaffen, in dem die Kinder alltägliche Handlungen wahrnehmen, verinnerlichen und nachvollziehen können. Es soll den Kindern auch ermöglicht werden, den Jahreslauf der Natur aktiv zu erleben.

Hauswirtschaftliche und künstlerische Tätigkeiten spielen im Kindergartenalltag eine große Rolle, ebenso eine vollwertige Ernährung. Zu den Leitlinien der pädagogischen Arbeit des Waldorfkindergartens gehören die Prinzipien „Vorbild und Nachahmung“, „Rhythmuspflege“ und „Sinnesschulung“.

Bildungskonzept: Das Kind als Gestalter seiner Entwicklung

Ein afrikanisches Sprichwort sagt: „Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht“. Das Sprichwort gibt treffend das Bildungskonzept der Parzival-Kindertagesstätte wieder. Dem einzelnen Kind soll ein Entwicklungsraum zur Reifung zur Verfügung gestellt werden, in dem es seine Selbstbildung ergreifen kann. Im Kindergarten und in der Kinderkrippe sollen die zeitliche, räumliche und emotionale Umwelt des Kindes so gestaltet werden, dass das Kind alle Erfahrungen in Ruhe machen kann.

Begleitet wird dieser Prozess durch die Erzieherlnnen: Die Kinder lernen, ohne belehrt zu werden, durch Nachahmung am Vorbild der Erziehenden. Darum steht im Waldorfkindergarten die Beziehung zwischen dem Kind und der Erzieherin im Vordergrund. Sie gestalten den Raum, in welchem die Kinder agieren, mit ausreichendem Material, genügend Anregungen und nicht zuletzt durch ihre eigene Funktion als Rollenmodell. Auf diese Weise entdecken die Kinder spielerisch die Welt. Rhythmus ist Leben. Die Lebenskräfte regenerieren sich im Rhythmus eines rhythmisierten Tagesablaufes, in dem sich Phasen der Aktivität mit Phasen der Ruhe abwechseln. Feste Tageszeiten für das Essen und Schlafen und eine gleichbleibende Struktur des Tages geben dem Kind Sicherheit und Orientierung und helfen ihm seinen eigenen Rhythmus zu finden.

Im Waldorfkindergarten erleben die Kinder auch eine Strukturierung der Woche durch spezielle Prägung der einzelnen Wochentage und eine Pflege der Jahreszeitenfeste mittels Feste, Erzählungen, Märchen und Spiele.

Die gesamte Aktivität des kleinen Kindes ist darauf gelenkt, die Umwelt wahrzunehmen und zu ergreifen. Es kann sich aber nicht wie der Erwachsene von den Umwelteinflüssen distanzieren. Dies bedeutet, dass die kindliche Umgebung fürsorglich gestaltet werden muss.

Jedes Kind wird als einzigartige Persönlichkeit angesehen, die mit Hilfe seiner besonderen Lebenssituation oder seinem Lebensplan seinem eigenen Urbild zu folgen versucht. Jeder sucht sich seinen individuellen Lebensplan, sein Umfeld, seine Bedingungen, um seine individuellen Zielsetzungen verwirklichen zu können. Das Kind ist der Gestalter seiner eigenen Entwicklung. Es sucht sich seine individuellen Lernprozesse, und wir können es als Erziehende darin unterstützen.

    Zu den hausinternen Therapien und Fördermöglichkeiten der integrativen Kindertagesstätte gehören:

  • Kunsttherapie
  • Heileurythmie (Bewegungstherapie)
  • Reittherapie und andere tiergestützte Therapien
  • Massagen, Wickel und Auflagen, Bäder (im Aufbau)
  • Musiktherapie
  • Lerntherapie (Sonderschullehrerin)
  • Heilpädagogik
  • Sprachtherapie/Sprachgestaltung zur Behandlung von Sprachstörungen
  • spieltherapeutische Stunden (eigene Fähigkeiten und Stärken werden wahrgenommen, Schwächen integriert, Kommunikationsfähigkeiten und Kompetenzen im Umgang mit Konflikten erworben)

Alle diese Therapien und Fördermaßnahmen wirken stärkend und harmonisierend auf die seelische Entwicklung sowie auf die Lebenskräfte der Kinder.
Darüber hinaus sind wöchentliche fachliche Besprechungen zu den Kindern und intensive Elternarbeit wesentlichen Bestandteil unserer Arbeit.

Gestalteter Alltag: Lernen ohne belehrt zu werden

Die Kinder sollen durch Nachahmung am Vorbild der Erziehenden lernen, ohne belehrt zu werden. Die Förderung geschieht mittels künstlerischer Tätigkeiten (Singen, Malen, Zeichnen, Kneten, Basteln, Eurythmie u.s.w.), durch fantasievolles Spiel mittels Naturmaterialien sowohl im Raum als auch im Außengelände, auf Wiesen, Feldern und im Wald, durch Sorgfalt im Umgang mit Worten und Gesten, durch Umgang mit Tieren (Hasen, Ziegen, Schafe, Schweine, Hühner, Esel ‚Pferde, Lamas und Kühe) und durch handwerkliche Fertigkeiten (Kochen, Backen, Nähen, Schnitzen, Schneidern, Werken u.s.w.).

Täglich kehren wieder betreutes Freispiel, Reigen- und Rollenspiele, gemeinsames vollwertiges Essen (Frühstück und Mittagessen), Spielen im Außengelände, Märchen- und Puppenspiele, Singen, der Umgang mit Tieren sowie Raumpflege und Hygieneerziehung.

Wöchentlich finden eine Eurythmiestunde, eine Musikstunde und ein Malprojekt mit Aquarellfarben statt. Der Tages- und Wochenablauf des Kindergartens ist so strukturiert, dass er durch seine rhythmischen Wiederholungen den Kindern die Orientierung erleichtert und ihnen im Alltag Sicherheit und Geborgenheit bietet. Dazu gehört auch das intensive Erleben der Jahreszeiten und der Jahresfeste.

Spezielles Profil: Tiere als Entwicklungshelfer

Die meisten Eltern kennen das: ab einem bestimmten Alter wünschen sich Kinder Tiere. In den Zoogeschäften sind meist viele begeisterte Kinder zu finden. Die Bedeutung der Tiere für das Kind wird auch von der Spiel- und Werbeindustrie geschickt genutzt.

In der integrativen Ganztageskindertagesstätte werden die traditionellen Grundzüge der Waldorfpädagogik um Aspekte einer tiergestützten Pädagogik erweitert und Tiere als Entwicklungshelfer eingesetzt.
Im Umgang mit Tieren werden Verantwortungsbewusstsein und Wahrnehmungsfähigkeiten geweckt, die sich in der späteren Lebensführung und der Sozialfähigkeit des Kindes positiv auswirken können. Tiere spiegeln das eigene Verhalten und helfen über Krisenzeiten hinweg.

Sie bieten Trost und Ansprache und heilen manche seelische Wunde. Das wird zunehmend erkannt und soll pädagogisch-therapeutisch im Kindergarten nutzbar gemacht werden.

Pädagogik als Entwicklungshilfe

Der integrative Ganztageskindergarten (drei Gruppen), die integrative Kinderkrippe (drei Gruppen) und die Kinder des bereits seit 2006 existierenden Parzival-Sonderschulkindergartens sind seit September 2013 in einem eigenen Kinderhaus zusammengefasst. Das Parzival-Bildungszentrum umfasst darüber hinaus eine Freie Schule für Erziehungshilfe, eine Freie Förderschule, eine Freie Schule für seelenpflegebedürftige Kinder und Jugendliche, die Karl Stockmeyer Schule und eine Freie Sonderberufsfachschule. Alle Einrichtungen arbeiten auf Grundlage der Pädagogik Rudolf Steiners (Waldorfpädagogik).

Das PARZIVAL-Bildungszentrum gab sich seinen Namen anhand des Parzival-Epos. Das altfranzösische Wort „Perceval“ bedeutet „durchschreite das Tal“ oder „mitten hindurch“. In diesem ersten deutschen Entwicklungsroman wird das biographische Entwicklungsgeschehen eines Menschen geschildert, der seinen manchmal krisenhaften Weg zu sich selbst und seinen Lebensaufgaben findet. Das will die integrative Ganztageskindertagesstätte, das wollen alle PARZIVAL-Einrichtungen sein: Entwicklungshelfer für die ihnen anvertrauten Kinder auf ihrem Weg zur Selbstfindung, zu selbstbewussten Persönlichkeiten, die es verstehen, die Aufgaben ihrer Zeit mutvoll und tatkräftig anzugehen.

Für die Erziehung des Kindes besagt Parzival

  • dem Kind eine Rüstung geben, es mit Seelenkräften und Fähigkeiten ausrüsten
  • das Kind zu einem mit dem Menschen mitfühlenden jungen Menschen zu erziehen
  • damit durch Milde und Liebe das Böse überwunden werden kann.

Öffnungszeiten:
7:30 – 17:00 Uhr
Bringzeit:
7:30 – 8:30 Uhr
Abholzeiten:
12:45 – 13:00 Uhr
14:45 – 15:00 Uhr
16:45 – 17:00 Uhr

Ferien 2017/18

30.10.2017 Brückentag

Weihnachten: 27.12 2017 bis 04.01 2018

Ostern: ………………………………………………

Pfingsten: 22.05.2018 bis 01.06.2018

Sommer: 13.08 2018 bis 31.08. 2018

Pädagogischer Nachmittag: 05.01.2018, ab 15:00 Uhr

Betriebsausflug: 06.01.2018

Am letzten Tag vor den Weihnachts- und Sommerferien endet die Betreuungszeit jeweils schon um 15:00 Uhr